Luther – Kind seiner Zeit oder seiner Zeit weit voraus?

Die mediale Strahlkraft der Person Martin Luthers ist unbestritten. Nach Kräften durch Staat und Medien gefördert, blüht der Mythos Luther unreflektiert und verschweigt die dunkle Seite des Reformators, denn in kaum einer aktuellen Publikation wird auf die leidenschaftliche Befürwortung der Hexenverfolgung oder den ausgeprägten Antisemitismus Luthers eingegangen. Somit wird versucht, eine Heiligengestalt zu kreieren, die sich an Touristen aus aller Welt leichtbekömmlich verkaufen lässt.

Wenn sie Lust haben, Luther in seiner Gänze, als Mensch und nicht als Mythos kennenzulernen, sind Sie herzlich eingeladen, an der Podiumsdiskussion  „Luther –  Kind seiner Zeit oder seiner Zeit weit voraus?“ teilzunehmen.

 

Es diskutieren:

Prof. Dr. Gerhard Lindemann (TU Dresden, Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte)
Jan Schwulst (GeFAHR e.V., Vereinsvorsitzender)
N.N., Bistum Dresden-Meißen
Falko Pietsch (GeFAHR e.V., Pressesprecher)

Mittwoch, 30. Mai, 19.00 Uhr
Aula des Vitzthums-Gymnasiums
Paradiesstr. 35, 01217 Dresden

Karten an der Abendkasse:
6 € / 3 €
für SchülerInnen, Studis, DD-Paß-Inhaber, Vereinsmitglieder

Hinweis:
Dafür entfällt an diesem letzten Mittwoch des Monats der Stammtisch!

Schon jetzt mitdiskutieren – dafür ist der Kommentarbereich da:

2 Antworten auf Luther – Kind seiner Zeit oder seiner Zeit weit voraus?

  1. Moser Johannes sagt:

    Liebe Freunde im Geiste,

    ich bin stellvertretender Vorsitzender der Ulmer/ Neu-Ulmer Freidenker.
    Auch in Ulm hat Luther tiefe „Kratzspuren oder besser Kriechspuren“ hinterlassen.
    Deshalb planen wir für das kommende Jahr und in Folge bis 2017 evtl. Gegenveranstaltungen zu protestantischen „Luther-Jubelfeiern“.
    Daher würde es mich sehr interessieren wie die Podiumsdiskussion (Luther-Kind seiner Zeit) verlief.
    Ich werde mich selbstverständlich auf Eurer Web-seite weiterhin über Eure Aktivitäten informieren.
    Vielleicht können wir ja mal Synergieeffekte nützen (evtl. durch einen Referenten von Euch; o. ä.).
    Über eine kurze Nachricht von Euch würden wir uns freuen.
    Gruß
    Johannes Moser

  2. Hallo Dresden,
    eure Aktivitäten zum Thema Luther finde ich super! Wir sollten keine Gelegenheit auslassen, es bis zum Reformationsjubiläum 2017 immer wieder in die Öffentlichkeit zu tragen.
    Hierbei möchte ich nochmals auf meinen Beitrag im HPD hinweisen „Der zensierte Luther“:
    „http://hpd.de/node/12276“ sowie auf den
    Offenen Brief an Frau Käßmann: „http://www.gbs-rhein-neckar.de/1199572.htm“ .

    Der Ausdruck „Er war ein Kind seiner Zeit“ stößt mir immer unangenehm auf, da er etwas Entschuldigendes an sich hat.
    Jeder ist ein „Kind seiner Zeit“ – auch ein Adolf Hitler.
    Entscheidend ist, ob man sich zu Luthers Zeit auch hätte anders entscheiden und handeln können, als es Luther getan hat. Man denke hier an Erasmus von Rotterdam oder an den pforzheimer Juristen Johannes Reuchlin. Für Luther gibt es meiner Meinung nach keine Entschuldigung für sein Handeln!
    Eine sehr gute Darstellung der „dunklen Seiten“ Martin Luthers findet man übrigens in dem neuen Buch von Hubertus Mynarek, „Luther ohne Mythos – Das Böse im Reformator“.

    Beste Grüße
    Reinhold

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spam protection by WP Captcha-Free